In meiner langjährigen Tätigkeit in der Bauplanung habe ich mit vielen Bauherren über ganz alltägliche Wohnsituationen gesprochen. Überall wird der gleiche Kampf um Ordnung und gegen Staub ausgetragen. Die Lösung von Einrichtungsproblemen beschäftigt mich also schon eine ganze Weile.

Die Auswahl an Möbeln ist groß – in unterschiedlichsten Formen, Farben und Preisklassen können wir sie kaufen. Bei dem Zubehör ist es schon schwieriger. Eine passende Kiste für ein vorhandenes Möbelstück zu finden, ist oft reine Glückssache. So räumen wir alle immer wieder mindestens drei Pappkisten vom Stapel, weil das, was wir brauchen, natürlich in der untersten ist.

Endlich das Arbeitszimmer aufräumen, das Kinderzimmer ordnen, dem Wohnzimmer einen neuen Touch verleihen. Immer wieder habe ich mir für derartige Aktionen Kisten gewünscht, aber nie etwas wirklich Passendes gefunden. Im Büro zur Firmenfarbe passendes Zubehör kaufen? Fehlanzeige.

Ich hätte auch ein neues Schranksystem kaufen können, das ich mit passenden Türen und Schubladen ergänzen kann - aber alles Gebrauchte mal eben schnell entsorgen geht mir schon aus ökologischen Gründen gegen den Strich.

Vorhandene Möbel sinnvoll ergänzen – ja! Wenn es passt?

So habe ich angefangen, für meine geliebten Bücherregale Kisten zu bauen. Kleine Räume lassen sich wunderbar damit einrichten. Einen ganzen Kleiderschrank habe ich dadurch ersetzt. T-Shirt-Stapel habe ich gedreht, Kleinteile in passende Kisten verstaut und durch meinen Regalriegel habe ich auch gleich den Bettkasten mit untergebracht.
So wird viel Platz gespart.

Nur noch ‚Kisten nach Maß‘? Na klar! Meine Freundinnen liefern mir täglich neue Ideen für weitere Einsatzmöglichkeiten und Weiterentwicklungen. Diese Arbeit macht mir großen Spaß und ich freue mich darauf, von Ihren ‚(Wohn-)Problemzonen‘ zu hören!

Ihre
Gabriela Oltersdorf